Alex bei den Reichen und Schönen auf Sylt

Es geht loohos! Ich bin ja so aufgeregt. Mein erster Urlaub und dann gleich nach Sylt. Passt ja, die Reichen, die Schönen und Alex. Ok, ich gebe zu, dass ich nicht ganz alleine fahre. Ich habe einen erfahrenen Reisegefährten dabei - Peter. Peter ist schon Ende 40 (man sieht´s an der blöden orangefarbenen Kordel aus den 60igern) und war schon auf fast allen Kontinenten gewesen. Peter und seine Große habe ich am Beginn meiner Tour kennengelernt. Sie haben mich gefunden und mir dann erstmal ihr Zuhause gezeigt. Aber zurück zu meinem Urlaubsbericht.

Tag 1

Das mit dem Cabrio fahren hatte ich mir allerdings anders vorgestellt. Aber wenn Pilotin und Copilotin diese Massen an Klamotten mitnehmen müssen, dann bleibt halt nur ´ne enge Ecke übrig. Nennt man übrigens Economy Class. 

Endlich in Niebüll angekommen, hat der Autozug eine technische Panne und wir eine knappe Stunde Wartezeit. Aber auch das geht vorbei und wir erreichen unser Haus in Kampen. Dort werden wir eine schicke sogenannte Hausscheibe bewohnen, das heißt ca. 60 qm auf drei Ebenen. Reicht aber für uns vier.

Tag 2

Sonniger Tag. Haben lecker Speckpfannkuchen zu Mittag gebrutzelt und auf unserer Terrasse gefuttert. Dann sind wir die 10 Minuten über die Dünen zum Strand gegangen und haben unseren gemieteten Strandkorb in Besitz genommen. Die Dinger sehen ja schön aus, sind aber so was von unbequem. Vor allem sind sie immer voller Sand, wenn man kommt. Baden geht leider nicht mehr, dafür ist das Wasser zu kalt. Haben eine tolle Empfehlung für´s Abendessen bekommen. Das alte Friesenhaus in Westerland ist das älteste Restaurant dort. Wunderschön mit seinen Kachelwänden.

Tag 3

Nicht mehr so sonnig. Spaziergang zur Sturmhaube gemacht. Wir haben ja noch Milch und Mehl, also gibt es nachmittags ein paar dünne Crèpes mit Marmelade und ´nen Tee. Abends zu Gosch lecker Fisch essen.

Tag 4

Heute ist Sonntag und wir haben einen Tisch in der Sansibar zum Brunchen ergattert. Abendessen muss man Wochen und in der Hauptsaison sogar Monate im Voraus buchen. Wenn ich mal berühmt bin, geht´s bestimmt auch ganz kurzfristig. Aber so…. Sei´s drum. Als dann mein Fotoshooting losging, waren alle total nett; besonders unsere Kellnerin (Lisa?). Wir durften überall posen. Meiner Fotografin war es anfangs wohl etwas peinlich, denn wir hatten auch die volle Aufmerksamkeit der anderen Gäste. Gab dadurch aber auch ein nettes Gespräch mit unserer Tischnachbarin.

Wisst Ihr was ein Problem ist? Wenn das Wetter nicht so toll ist und die Geschäfte auch sonntags aufhaben. War ein erfolgreicher Beutezug durch die Läden der Insel. Hoffentlich haben die Damen an die begrenzte Ladekapazität ihres Gefährtes gedacht. Glaube ich aber ehrlich gesagt nicht. Beim Kaufen setzt bekanntlich der Verstand aus. Naja, die werden noch sehen.

Tag 5 

Schiet Wetter, nur Regen. Schirm kann man vergessen, der fliegt einem um die Ohren. Also Anorak an und let´s shop again. Peter und ich haben dafür kein Verständnis, echte Kerle die wir sind. Außerdem wird die Packsituation dadurch auch nicht besser, aber das Thema Kaufen und Verstand bei Frauen hatten wir ja schon. Soll nicht frauenfeindlich sein, ist nur eine „objektive" Feststellung.

Heute Abend geht´s wieder nach List zu Gosch. Wie üblich richtig voll hier, aber lecker Fisch. Wenn das für den Rest so weitergeht, bekommen Peter und ich noch Fischhäute zwischen den Krallen. Wir bekommen einen „ruhigen" Platz in einer Ecke gezeigt. Von wegen. Nach ´ner guten Stunde haben wir hier alle zusammen richtig Party. 

Tag 6

Gut, dass Peter und ich Fell haben und die Damen ihre Wintergarderobe eingekauft haben (Stiefelchen, Daunenmäntelchen etc.). Können wir jetzt alle gut gebrauchen. Nur die Harten kommen in den Garten. Das nächste Mal bestehe ich auf Spanien!

So, jetzt muss ich mich erstmal ein bisschen erholen und lege mit Peter einen Männerabend ein. Ich melde mich bald wieder bei euch!