Alex auf Sylt (Teil 2)

Hier nun Teil 2 des Reisebericht: 

Tag 7
Nicht so kalt, aber sehr durchwachsen. Für einen langen Spaziergang reicht´s. Außerdem gibt es ja noch – GESCHÄFTE! Ich halt es nicht aus. Diesmal war der Beutezug nicht erfolgreich. Haben die eigentlich schon einmal was von zulässiger Achslast gehört? Schönen heißen Tee mit leckerem Stück Kuchen in der Kupferkanne genossen.

Tag 8
“What a peeling, nana nannanna, oh what a peeling, nana nannanna…”. Sturm und Sand ersetzen jeden Beauty Salon. Natürlich kam mal wieder dieser Strandkorb-Sherriff und wollte kassieren, weil wir für 8 Tage nur einen Strandkorb gemietet, aber uns noch in einen zweiten gesetzt hatten. Dabei können wir wetterbedingt nur maximal 4 Tage überhaupt an den Strand. Außerdem sind alle anderen Strandkörbe leer. Mussten dann aber doch nichts bezahlen. Unsere Argumentation wurde allerdings als Betteln bezeichnet. Was für eine Frechheit. Rechtlich zwar korrekt, aber alles andere als gastfreundschaftlich.

Tag 9
Das Wetter wird langsam schöner und wir versuchen es zum letzten Mal am Strand. Der Strandkorb ist zwar nicht bequemer geworden, aber die Sonne scheint und es ist warm. Abends lassen wir es uns im Fischhaus von Gosch so richtig gut gehen. Es ist soweit, ich sehe schon die ersten Anzeichen von Fischhäuten zwischen den Krallen.

Tag 10
Abreisetag. Jetzt, wo das Wetter richtig schön wird. Hihi, Zeit zum Packen! Wie das alles in den Wagen gehen soll, ist Peter und mir ein Rätsel. Ich sehe erste Zeichen der Verzweiflung im Gesicht unserer Pilotin. Was für ein Spaß! Warum guckt die uns jetzt so komisch an? Die wird doch wohl nicht …? Ne Mädchen, wage es nicht! Hat zwar jetzt so eine gute Stunde gedauert, aber es ist gut gegangen. Alles ist drin – gut verzurrt und gesichert. Kompliment, packen kann die.
Wie weit kann man einem Navi vertrauen? Wir wollten eigentlich nur ein Restaurant finden. Die, die das Navi anzeigt, sind geschlossen und wir werden im weiter in die norddeutsche Pampa geleitet. Frei nach Raumschiff Enterprise: „Unser Wagen stößt in Gegenden vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“. Und jetzt auch noch Vollsperrung einer Dorfstraße. Ich fass´ es nicht. Ob der Umleitungsbutton funktioniert? Ja schon irgendwie, aber die Gegend wird immer mehr nur zur Gegend. Befinden uns jetzt auf einer Art geteertem Feldweg. Wir werden die Heimat nie wiedersehen!!! Erste Anzeichen von Zivilisation – ein Hinweisschild mit Hamburg drauf. Leider zu früh gefreut. Der Elbtunnel ist dicht. Stehen seit 2 Stunden im Stau. Ob wir das mit dem Umleitungsbutton noch einmal wagen sollten? Wir tun´s. Werden mitten durch St. Pauli und die Reeperbahn über die Elbbrücken geleitet. Ist zwar auch nicht so richtig flott, aber man sieht deutlich mehr.
Es ist kurz vor Mitternacht und wir sind endlich zuhause. Was für eine Reise!